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Was sind die Kosten einer Kapitalversicherung

Ich bezeichne alles, was das Veranlagungsergebnis schmälert, als Kosten. Genauer betrachtet unterscheidet man zwischen Einmal−(Abschluss−) und laufenden Kosten

  • Versicherungssteuer (laufend)
  • Kosten der Vertragserrichtung (einmalig)
  • Deckungsstock (Risikokosten)
  • Verwaltungskosten (einmalig/laufend)
  • Provisionen (einmalig/laufend)
  • Kosten der eigentlichen Veranlagung (laufend)
  • Unterjährigkeitszuschlag

Unabhängige und auf Verbraucherrechte spezialisierte Organisation wie der VKI bzw. die Arbeiterkammer haben wiederholt vor der nachteiligen Kosten-Nutzen-Relation dieser Produkte gewarnt.

Die einzigen Kosten, die einem nicht fachkundigen Konsumenten bekannt sind, ist die Versicherungssteuer.
Sie ist mit 4% gesetzlich geregelt und wird auch extra ausgewiesen.
Was die wenigsten Kunden wissen, ist, dass meistens ein Unterjährigkeitszuschlag verlangt wird. Wie bei einer KFZ-Versicherung zahlt man ein paar Prozent mehr, sofern man nicht jährlich zahlt.

Tatsächlich machen die oben erwähnten Kosten einzeln mehrere hunderte bzw. im Summe tausende Euro aus. Im Durchschnitt ist von einer Kostenbelastung in einer Größenordnung ist von 20-30% der Sparsumme auszugehen (dh. die Summe aller Beiträge).

Bei einem Vertrag über 20 Jahre mit 100 EUR pro Monat Sparleistung (=24.000 EUR) sind das schon fast 5.000 EUR.  Dieses Geld wird natürlich nicht für die Kunden veranlagt und fehlt diesem daher.

Risikokosten/Deckungsstock

Typische kapitalbindende Versicherungen haben einen Ablebensschutz dabei. Er− und Ablebensversicherungen haben diesen auf jeden Fall, Pensions− und Zukunftsvorsorgen oft als Baustein. Das heißt natürlich nicht, dass man vor dem Tod geschützt ist, sondern dass die benannten Hinterbliebenen die Ablebenssumme bekommen.

Die Kosten zur Absicherung der vereinbarten Summe ab dem ersten Vertragstag sind die Risikokosten. Diese werden von den Prämien der Kunden abgezogen und tragen daher nicht zum Veranlagungsergebnis bei. Leider gilt bei den Sparprodukten wo Risikoabsicherung mit Sparen kombiniert werden folgende Formel:

1+1 = 1,5

 

Das ist kein Rechenfehler, sondern das reale Ergebnis für den Kunden. Die Kombination von Risikoabsicherung mit Ansparen bedeutet, dass man bei beiden nicht das beste Produkt bekommt.
Die meisten Kunden überschätzen die Kosten der Risikoabsicherung und wissen gar nicht, dass eine reine Ablebensversicherung möglich und günstig ist.

Wie hoch schätzen Sie, sind die monatlichen Prämien für eine reine Risikoabsicherung über 50.000 EUR für eine

  • eine 19-jährige Maturantin,
  • normalgewichtig und Nichtraucherin,
  • kaufmännische Angestellte,
  • für 41 Jahre?

10 EUR, 15 EUR, 20 EUR

Die Lösung finden Sie hier.

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Provisionen

Die genaue Höhe der Provisionen sind produkt−, makler− und versicherungsabhängig. In der Größenordnung kann man hier von ca. 1% der Versicherungssumme (bzw. Prämienvolumen) ausgehen.

Bei einem Vertrag von 100 EUR pro Monat für 40 Jahre (48.000 EUR Prämiensumme) sind das mind. 500 EUR. Bei vorzeitiger Beendigung in den ersten Jahren gibt es einen sogenannten Stornotopf – entweder es wird aktiv zurückgefordert oder es wird in der Zeit ein Teil der Prämie durch die Gesellschaft zurückgehalten.

Zusätzlich werden oft jährliche Bestandsprämien für aufrechte Verträge bezahlt. Die sind in der Größenordnung um den Faktor 10−50 geringer. Das erklärt warum Neuverträge (neuer Umsatz!) für den Makler besser sind als bestehende Verträge. 

Push−, Vetriebsprovisionen, Incentives und Sonderprämien für erfolgreiche Makler können darüber hinaus anfallen.

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